Die Modellierung von Ist- und Soll-Prozessen ist ein entscheidender Aspekt des Business Process Managements, der Organisationen ermöglicht, aktuelle Abläufe zu analysieren und zukünftige Verbesserungen zu gestalten. Hier finden Sie eine detaillierte Übersicht über beide Konzepte:

Modellierung des Ist-Prozesses
Definition: Der Ist-Prozess stellt den aktuellen Zustand eines Geschäftsprozesses dar. Er erfasst, wie der Prozess in seiner aktuellen Form funktioniert, einschließlich aller Tätigkeiten, Rollen, Eingaben, Ausgaben und Entscheidungspunkte.Zweck:
- Verständnis aktueller Abläufe: Bietet ein klares Bild davon, wie Prozesse derzeit funktionieren, und hilft, Ineffizienzen und Engpässe zu identifizieren.
- Basis für Verbesserungen: Dient als Referenzpunkt zur Messung des Einflusses von Änderungen im Soll-Prozess.
Wichtige Elemente:
- Aktivitäten: Aufgaben, die im Prozess ausgeführt werden.
- Rollen: Personen oder Gruppen, die für die Ausführung von Aufgaben verantwortlich sind.
- Fluss: Die Abfolge von Aktivitäten und Entscheidungspunkten, die häufig visuell mit BPMN-Diagrammen dargestellt werden.
Modellierung des Soll-Prozesses
Definition: Der Soll-Prozess beschreibt den zukünftigen Zustand eines Geschäftsprozesses nach Umsetzung von Verbesserungen. Er stellt das gewünschte Ergebnis dar und zeigt, wie Prozesse funktionieren sollten, um organisatorische Ziele zu erreichen.Zweck:
- Vision für Verbesserungen: Hilft den Beteiligten, sich vorzustellen, wie der verbesserte Prozess aussehen wird, und wie er mit strategischen Zielen übereinstimmt.
- Leitung von Veränderungsinitiativen: Dient als Wegweiser für die Umsetzung von Veränderungen und stellt sicher, dass alle notwendigen Schritte enthalten sind, um den gewünschten Zustand zu erreichen.
Wichtige Elemente:
- Verbesserte Aktivitäten: Aufgaben können aufgrund der Analyse des Ist-Modells umstrukturiert oder optimiert werden.
- Neue Rollen oder Verantwortlichkeiten: Änderungen darin, wer Aufgaben ausführt, können notwendig sein, um die Effizienz zu verbessern.
- Gestraffter Ablauf: Die Reihenfolge der Aktivitäten kann verändert werden, um Überlappungen zu beseitigen oder die Geschwindigkeit zu verbessern.
Vergleichstabelle
| Funktion | Ist-Prozess | Soll-Prozess |
|---|---|---|
| Schwerpunkt | Aktueller Zustand | Zukünftiger Zustand |
| Ziel | Ineffizienzen identifizieren | Verbesserungen gestalten |
| Visualisierungswerkzeug | BPMN-Diagramme | BPMN-Diagramme |
| Einbindung von Stakeholdern | Aktuelle Nutzer und Rollen | Zukünftige Nutzer und Rollen |
| Messung der Ergebnisse | Basis für Leistungsindikatoren | Ziel-Leistungsindikatoren |

Best Practices
- Stakeholder einbinden: Beteiligen Sie diejenigen, die direkt von den Ist- und Soll-Prozessen betroffen sind, um Erkenntnisse zu gewinnen und die Akzeptanz sicherzustellen.
- BPMN effektiv nutzen: Nutzen Sie die BPMN-Notation, um beide Zustände klar darzustellen, damit Stakeholder komplexe Prozesse leichter verstehen können.
- Iterieren und Validieren: Überprüfen Sie beide Modelle kontinuierlich gemeinsam mit den Stakeholdern, um Annahmen zu validieren und Prozesse auf Basis von Feedback zu verfeinern.
Durch die effektive Modellierung sowohl der Ist- als auch der Soll-Prozesse können Organisationen einen strukturierten Ansatz zur Prozessverbesserung entwickeln, der die Effizienz steigert, Kosten senkt und letztlich zu besseren Geschäftsergebnissen führt.
Empfohlenes BPMN-Tool
Visual Paradigm wird als eines der führenden Tools zur Erstellung von BPMN-Diagrammen anerkannt und bietet eine Reihe von Funktionen, die die Modellierungserfahrung verbessern. Hier sind einige wesentliche Punkte, die seine Stärken und Vorteile hervorheben:
Wichtige Funktionen von Visual Paradigm für BPMN
- Benutzerfreundliche Oberfläche: Visual Paradigm bietet eine intuitive Drag-and-Drop-Oberfläche, die die Erstellung von BPMN-Diagrammen vereinfacht und sie sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Nutzer zugänglich macht.
- Umfassende BPMN-Unterstützung: Das Tool unterstützt alle BPMN-Elemente, einschließlich Ereignisse, Aktivitäten, Gateways und Flüsse, sodass Benutzer detaillierte und genaue Prozessmodelle erstellen können.
- Kooperationswerkzeuge: Visual Paradigm bietet Funktionen für die Teamzusammenarbeit, die es mehreren Benutzern ermöglichen, gleichzeitig am selben Diagramm zu arbeiten, was für Organisationen mit verteilten Teams unerlässlich ist.
- Integrationssmöglichkeiten: Die Software kann mit verschiedenen Entwicklungsumgebungen und Tools integriert werden, was ihre Nützlichkeit bei Softwareentwicklung und Prozessautomatisierungsprojekten erhöht.
- Dokumentation und Berichterstattung: Benutzer können umfassende Dokumentation aus ihren BPMN-Diagrammen generieren, was für Compliance- und Prozessverbesserungsinitiativen nützlich ist.
- Versionskontrolle: Visual Paradigm bietet Funktionen zur Versionskontrolle, die helfen, Änderungen an Diagrammen über die Zeit zu verfolgen und sicherstellen, dass Teams Aktualisierungen effektiv verwalten können.
Vergleich mit anderen Tools
Obwohl viele BPMN-Modellierungstools verfügbar sind, hebt sich Visual Paradigm durch die Kombination aus Benutzerfreundlichkeit, umfassendem Funktionsumfang und starker Unterstützung für die Zusammenarbeit hervor. Andere beliebte BPMN-Tools sind:
- Camunda: Fokussiert sich auf ausführbare BPMN-Modelle, erfordert aber möglicherweise mehr technisches Know-how.
- Bizagi Modeler: Bietet eine kostenlose Version, hat aber Einschränkungen in fortgeschrittenen Funktionen im Vergleich zu Visual Paradigm.
- Lucidchart: Bekannt für seine Einfachheit, fehlen aber einige fortgeschrittene BPMN-spezifische Funktionen.
Fazit
Visual Paradigm genießt auf dem Markt hohes Ansehen wegen seiner robusten Fähigkeiten im Bereich der BPMN-Modellierung. Sein Fokus auf Benutzerfreundlichkeit, Zusammenarbeit und Integration macht es zur bevorzugten Wahl für Organisationen, die ihre Geschäftsprozessmanagement-Praktiken verbessern möchten. Für Unternehmen, die die Lücke zwischen Prozessgestaltung und -ausführung effektiv schließen möchten, ist Visual Paradigm ein leistungsfähiges Werkzeug in ihrem Arsenal.
Referenzen
- BPMN-Modellierung und Referenzhandbuch: Dieser umfassende Leitfaden bietet einen detaillierten Einblick in BPMN-Elemente, einschließlich Gateways, Ereignisse und Aufgaben. Er behandelt Modellierungsprobleme, die Bedeutung der Prozessmodellierung und bietet fallbasierte Beispiele, um die BPMN-Funktionalität zu veranschaulichen. Der Leitfaden dient als grundlegende Ressource sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Nutzer, die ihr Verständnis von BPMN-Konzepten und -Anwendungen vertiefen möchten.BPMN-Modellierungs- und Referenzhandbuch
- Offizielle Dokumentation von Visual Paradigm: Visual Paradigm bietet umfangreiche Dokumentation, die von grundlegenden BPMN-Konzepten bis hin zu fortgeschrittenen Modellierungstechniken reicht. Diese Ressource ist für Nutzer von unschätzbarem Wert, die lernen möchten, wie sie das Tool effektiv für ihre spezifischen BPMN-Modellierungsbedürfnisse nutzen können.Offizielle Dokumentation von Visual Paradigm
- Online-Tutorials und Webinare: Visual Paradigm veranstaltet regelmäßig Webinare und stellt Online-Tutorials bereit, die verschiedene Aspekte der BPMN-Modellierung abdecken. Diese Ressourcen sind darauf ausgelegt, Nutzer dabei zu unterstützen, sich in der Nutzung der Software sicher zu fühlen und gleichzeitig BPMN-Standards zu verstehen.Online-Tutorials und Webinare
- BPMN-Aktivitätstypen erklärt: Dieser Leitfaden erklärt die verschiedenen Arten von Aktivitäten in BPMN und liefert ein klares Verständnis dafür, wie sie in der Prozessmodellierung eingesetzt werden können.BPMN-Aktivitätstypen erklärt
- BPMN-Orchestrierung vs Choreografie vs Zusammenarbeit: Diese Ressource vergleicht verschiedene BPMN-Diagrammtypen und erläutert die Unterschiede zwischen Orchestrierung, Choreografie und Zusammenarbeit in BPMN.BPMN-Orchestrierung vs Choreografie vs Zusammenarbeit
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