de_DEen_USes_ESfa_IRfr_FRid_IDjapl_PLpt_PTru_RUvizh_CNzh_TW

Umfassender Leitfaden zur Interoperabilität und den Beziehungen zwischen Managementframeworks

Einführung

In der heutigen komplexen Geschäftswelt ist es entscheidend, sicherzustellen, dass verschiedene Systeme und Bereiche einer Organisation effektiv Informationen und Dienstleistungen austauschen können. Hier kommt die Interoperabilität ins Spiel. Zudem ist die Verwaltung der Beziehungen zwischen verschiedenen Managementframeworks entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung von Unternehmensarchitektur. Dieser Leitfaden beleuchtet die Konzepte der Interoperabilität und der Beziehungen zwischen Managementframeworks mit besonderem Fokus auf den TOGAF-Standard (The Open Group Architecture Framework).

Verständnis der Interoperabilität

Definition und Bedeutung

Interoperabilität wird als die Fähigkeit definiert, Informationen und Dienstleistungen auszutauschen. Sie ist eine kritische architektonische Anforderung, insbesondere in komplexen Organisationen, da sie sicherstellt, dass verschiedene Teile des Unternehmens nahtlos zusammenarbeiten können. Die Festlegung der Interoperabilität ist im gesamten Architekturentwicklungsprozess (ADM) im TOGAF-Framework enthalten.

Phasen der Interoperabilität im ADM

  1. Technologiearchitektur-Phase (Phase D):
    • In dieser Phase werden geeignete technische Mechanismen für den Austausch von Informationen und Dienstleistungen festgelegt. Dadurch wird sichergestellt, dass die technische Infrastruktur die erforderliche Ebene der Interoperabilität unterstützt.
  2. Phase der Chancen und Lösungen (Phase E):
    • Tatsächliche Lösungen, wie kommerzielle Standardsoftware (COTS) Pakete, werden ausgewählt. In dieser Phase wird darauf abgezielt, die besten Lösungen zu identifizieren, die die Interoperabilitätsanforderungen erfüllen.
  3. Phase der Migrationplanung (Phase F):
    • Die Interoperabilität wird in dieser Phase logisch umgesetzt. Dazu gehört die Planung des Übergangs zur neuen Architektur, wobei sichergestellt wird, dass die Interoperabilität während des gesamten Migrationprozesses aufrechterhalten bleibt.

Kategorien der Interoperabilität

  1. Operative oder geschäftliche Interoperabilität:
    • Definiert, wie verschiedene Teile des Unternehmens auf Ebene des Geschäfts zusammenarbeiten oder wie Geschäftsprozesse geteilt werden. Dies stellt sicher, dass Geschäftstätigkeiten abgestimmt sind und kohärent funktionieren.
  2. Informations-Interoperabilität:
    • Definiert, wie Informationen ausgetauscht werden sollen. Diese Kategorie konzentriert sich darauf, sicherzustellen, dass Daten und Informationen nahtlos zwischen verschiedenen Systemen und Anwendungen ausgetauscht werden können.
  3. Technische Interoperabilität:
    • Definiert, wie technische Ressourcen ausgetauscht oder verbunden werden sollen. Dazu gehört, sicherzustellen, dass die technische Infrastruktur die erforderliche Ebene der Interoperabilität unterstützt.

IT-Perspektive auf Interoperabilität

Aus Sicht der IT kann Interoperabilität ebenfalls im Kontext der Unternehmensanwendungsinformation (EAI) betrachtet werden:

  1. Präsentationsintegration/Interoperabilität:
    • Ein einheitliches Erscheinungsbild durch eine gemeinsame portalartige Lösung führt den Benutzer zur zugrundeliegenden Funktionalität von Systemen. Dies gewährleistet eine konsistente Benutzererfahrung über verschiedene Anwendungen hinweg.
  2. Informationsintegration/Interoperabilität:
    • Unternehmensinformationen werden nahtlos zwischen verschiedenen Unternehmensanwendungen ausgetauscht, oft auf Basis einer gemeinsamen Unternehmensontologie und gemeinsamer Dienste. Dies stellt sicher, dass Daten konsistent und über das gesamte Unternehmen hinweg zugänglich sind.
  3. Anwendungsinintegration/Interoperabilität:
    • Unternehmensfunktionalität ist integriert und austauschbar, sodass Anwendungen nicht dupliziert werden und nahtlos über Funktionalitäten wie Workflows miteinander verknüpft sind. Dies ist eng mit der Vereinheitlichung/Interoperabilität unternehmensweiter Geschäftsprozesse verbunden.
  4. Technische Integration/Interoperabilität:
    • Gemeinsame Methoden und geteilte Dienste für Kommunikation, Speicherung, Verarbeitung und Zugriff auf Daten in Anwendungsplattformen und Kommunikationsinfrastrukturen. Dies stellt sicher, dass die technische Infrastruktur das erforderliche Maß an Interoperabilität unterstützt.

Verfeinerung der Interoperabilitätsanforderungen

Die Anforderungen an die Interoperabilität sollten eindeutig auf die Bedürfnisse des Unternehmens und/oder des erweiterten Unternehmens abgestimmt werden. Klare Maßstäbe für die Interoperabilität sind entscheidend für den Erfolg und sollten Bestandteil der strategischen Ausrichtung der Unternehmensarchitektur sein. Die Interoperabilität ist ein zentraler Aspekt bei Systemen von Systemen oder federierten Modellen. Das Maß an Rationalisierung der Unternehmens-IT-Infrastruktur auf Basis von Standards und/oder gemeinsamen IT-Plattformen beeinflusst die Interoperabilität.

Beziehungen zwischen Management-Frameworks

Übersicht

Das TOGAF-Framework ist darauf ausgelegt, mit anderen Management-Frameworks innerhalb einer Organisation koexistieren und deren operative Fähigkeiten verbessern zu können. Die wichtigsten Frameworks, die mit dem TOGAF-Framework abgestimmt werden sollten, umfassen:

  1. Management der Geschäftsfähigkeit:
    • Bestimmt, welche Geschäftsfähigkeiten erforderlich sind, um Geschäftsvalue zu liefern, einschließlich Rendite und Leistungsmaße.
  2. Methoden des Projekt-/Portfoliomanagements:
    • Bestimmt, wie ein Unternehmen seine Veränderungsinitiativen managt.
  3. Methoden des Betriebsmanagements:
    • Beschreibt, wie ein Unternehmen seine täglichen Betriebsabläufe, einschließlich IT, durchführt.
  4. Methoden zur Lösungsentwicklung:
    • Formalisiert, wie Geschäfts-Systeme entsprechend den IT-Architekturstrukturen bereitgestellt werden.

Integration von Frameworks

Diese Frameworks sind nicht voneinander getrennt und weisen erhebliche Überschneidungen auf, insbesondere mit dem Management der Geschäftsfähigkeit. Unternehmensarchitekten müssen sich der Wirkung der Architektur auf das gesamte Unternehmen bewusst sein und sich nicht nur auf die IT-Implementierung konzentrieren.

  1. Die Unternehmensarchitektur:
    • Bietet eine Struktur für alle unternehmensweiten Initiativen. Sie dient als Bauplan dafür, wie das Unternehmen organisiert sein sollte und wie die verschiedenen Komponenten miteinander interagieren sollten.
  2. Rahmenwerk für Portfolio-Management:
    • Wird verwendet, um die Komponenten der Architektur zu liefern. Dieses Rahmenwerk stellt sicher, dass die richtigen Projekte ausgewählt und umgesetzt werden, um die Unternehmensarchitektur zu unterstützen.
  3. Rahmenwerk für Betriebsmanagement:
    • Unterstützt die Integration neuer Komponenten in die Unternehmensinfrastruktur. Dieses Rahmenwerk stellt sicher, dass neue Systeme und Prozesse nahtlos in die bestehende Infrastruktur integriert werden.

Koordination und Harmonie

Die Management-Rahmenwerke müssen sich ergänzen und im Einklang arbeiten, um das Wohl des Unternehmens zu fördern. Der TOGAF-Ansatz liefert ein Rahmenwerk für die Unternehmensarchitektur. Das Projekt-/Portfolio-Management ist das Liefer-Rahmenwerk, das strukturierte Anweisungen erhält, um Lieferungen zu planen und zu erstellen, die in die Unternehmensarchitektur passen. Das Betriebsmanagement erhält die Lieferungen und integriert/erhält sie innerhalb der Unternehmensinfrastruktur.

Implementierungs- und Migrationplan

Der Implementierungs- und Migrationplan muss mit den Management-Rahmenwerken innerhalb der Organisation abgestimmt werden, einschließlich Business Capability Management, Projekt-/Portfolio-Management, Betriebsmanagement und Lösungsentwicklungsmethoden. Bestehende Modelle aus verschiedenen Quellen, wenn sie integriert werden, ergeben möglicherweise nicht zwangsläufig eine kohärente Unternehmensarchitektur. Das Architektur-Governance-Rahmenwerk ist integraler Bestandteil des Enterprise Continuum und verwaltet Inhalte, die sowohl die Architekturen selbst als auch die Architektur-Governance-Prozesse betreffen.

Fazit

Zusammenfassend ist Interoperabilität entscheidend dafür, sicherzustellen, dass verschiedene Systeme und Teile einer Organisation effektiv Informationen und Dienstleistungen austauschen können. Das TOGAF-Rahmenwerk ist so konzipiert, dass es zusammen mit anderen Management-Rahmenwerken arbeitet, wobei jedes Rahmenwerk zu unterschiedlichen Aspekten des Unternehmens beiträgt. Die Koordination dieser Rahmenwerke ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensarchitektur. Die Beziehungen zwischen den Rahmenwerken umfassen die Unternehmensarchitektur, die Struktur bereitstellt, das Portfolio-Management, das Komponenten liefert, und das Betriebsmanagement, das die Integration neuer Komponenten unterstützt. Durch Verständnis und Management dieser Beziehungen können Organisationen eine kohärente und effektive Unternehmensarchitektur erreichen.

Referenzliste für ArchiMate und TOGAF

  1. TOGAF®-Tool für die Unternehmensarchitektur – ArchiMetric
    • Beschreibung: Diese Ressource bietet einen Überblick über das TOGAF-ADM und zeigt, wie Visual Paradigm die Entwicklung von TOGAF-Lieferungen mithilfe von ArchiMate-Diagrammen unterstützt.
    • URLTOGAF®-Tool für die Unternehmensarchitektur
  2. Die Evolution meistern: Ein umfassender Leitfaden von ArchiMate 2.1 zu 3.2 – ArchiMetric
  3. Die Unternehmensarchitektur meistern mit dem TOGAF-Tool von Visual Paradigm – ArchiMetric
  4. Was ist ArchiMate? – Visual Paradigm
    • Beschreibung: Ein schrittweise Anleitung zum Lernen von ArchiMate, seiner Integration mit TOGAF und wie sie bestehende Methoden wie UML und BPMN ergänzt.
    • URLWas ist ArchiMate?
  5. Verwendung von BPMN zur Ergänzung der TOGAF-ADM-Entwicklung der Unternehmensarchitektur zusammen mit ArchiMate – ArchiMetric
  6. Verständnis der Abstraktion in der ArchiMate-Sprache – ArchiMetric
  7. Überblick über ArchiMate – die Sprache der Unternehmensarchitektur-Modellierung – Cybermedian
    • Beschreibung: Dieser Überblick diskutiert die Integration von ArchiMate mit TOGAF und anderen Frameworks sowie die Vorteile der Verwendung von Visual Paradigm für die ArchiMate-Modellierung.
    • URLÜberblick über ArchiMate
  8. Umgang mit Unternehmenskomplexität mit dem Just-in-Time-Prozess von Visual Paradigm – ArchiMetric
  9. Visual Paradigm TOGAF – Alles über TOGAF, Unternehmensarchitektur, ArchiMate und mehr
    • Beschreibung: Dieser Leitfaden bietet einen detaillierten Einblick in ArchiMate 3, TOGAF und Unternehmensarchitektur sowie die Unterstützung durch Visual Paradigm für diese Frameworks.
    • URLVisual Paradigm TOGAF
  10. Kostenloses Online-ArchiMate-Tool + Beispiele – Cybermedian
    • Beschreibung: Diese Ressource bietet kostenlose Online-ArchiMate-Tools und Beispiele und hebt die Integration von ArchiMate mit TOGAF sowie die Unterstützung durch Visual Paradigm hervor.
    • URLKostenloses Online-ArchiMate-Tool + Beispiele

Diese Referenzen bieten einen umfassenden Überblick über ArchiMate und TOGAF, ihre Integration sowie die auf Visual Paradigm verfügbaren Tools zur Unterstützung der Modellierung von Unternehmensarchitektur.

Der Artikel ist auch in English, Español, فارسی, Français, Bahasa Indonesia, 日本語, Polski, Portuguese, Ру́сский, Việt Nam, 简体中文 and 繁體中文 verfügbar.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert